Dienstag, 30. Oktober 2007

KW 43 (26.10. - 28.10.)

Dieses Wochenende war nicht sonderlich spektakulär. Am Freitag habe ich mein Zeugnis von der Sprachschule bekommen. Also, das kann ich keinem zeigen, da es wirklich lächerlich ist. Nur „Excellent“ und „Very Good“ und das in solchen Bereichen wie Fluency und Pronounciation. Und da bin ich sicherlich weder very good noch excellent…. Naja, man hat sich ja die vier Wochen immerhin ein kleines Sümmchen kosten lassen und so wird das dann wieder honoriert – die Noten sind sozusagen im Preis inbegriffen ;o). Ein anderer aus meiner Klasse hat nicht ganz so viele „Excellent“ wie ich, aber er hat ja den Kurs auch nur 2 Wochen gebucht und somit natürlich auch nicht so viel bezahlt… das spiegelt sich dann eben in den Noten wieder – unsere Theorie *lach*. Und was Ihr auf diesem Auschnitt nicht mehr lesen könnt sind die Kommentare, wie man sie in der Grundschule in der ersten und zweiten Klasse noch bekommen hat. Zitat: "She showed a high level of interest in cross-cultural work issues." Find ich ja auch sehr lustig, im weiteren geht meine Lehrerin noch drauf ein, dass ich mein Hörvetständnis stark verbessert hätte... interessant.... naja, da kann man glaub froh sin, wenn da nicht drin steht: Stefanie war immer sehr hilfsbereit und verstand sich gut mit ihren Schulkameraden.... *kicher*...

Nachmittags war ich natürlich mal wieder im Pup, diesmal mit Elisa und hab mir mal wieder so ein schönes Steak schmecken lassen. Hab ich schon erwähnt, dass ich hier einen unstillbaren Hunger habe? Gaaaaaaaaanz schrecklich und das nervt auch ein bisschen, wenn man wirklich ständig Hunger hat und dann noch in einem Haus mit einer Küche lebt, in der man es aus hygienischen Gründen doch mehr oder weniger vermeidet sich was Warmes zu essen zu machen und dann doch wieder auf Müsli oder Toast zurück greift. Ich geb ja zu, dass das Fastfood hier ein Grund für meinen nie endenden Hunger ist, aber zwei andere Aspekte unterstützen diesen Effekt sicherlich noch zusätzlich, die kilometerweiten Fußmärsche, die ich täglich zurücklege und die viele frische Luft…. Naja, vielleicht gewöhnt sich mein Körper ja mal daran und vielleicht wird es auch besser, wenn es im Sommer heißer wird. Ach ja, a propos Wetter, das ist hier auch wirklich sehr wechselhaft und man weiß eigentlich nie so recht, ob man nun das Richtige für den Tag angezogen hat. Zurzeit ist es grad auch nicht mehr lang anhaltend schön, ab und zu haben wir schöne Tage, aber zwischen durch kann es auch ziemlich bewölkt sein oder gewittern. Trotzdem man merkt, dass es langsam wärmer wird und auch abends angenehm warm bleibt. Die Zeitumstellung trägt da natürlich ihren Teil dazu bei, jetzt ist es endlich bis ca. halb 8 hell und man kann den Tag länger nutzen (das heißt aber auch gleichzeitig, dass die Zeitunterschied zu Deutschland nun nicht mehr 8 Stunden sondern 10 Stunden beträgt!).

Freitag Abend war ich dann noch mit Alexander und Elisa im Gaff, ein Backpacker-Pub gleich bei uns um die Ecke, war jetzt nicht der Brüller (Micha ist nach ner Weile nach gekommen um dann nach ner dreiviertel Stunde den Pub fluchtartig zu verlassen, weils ihm gar nicht gefallen hat). Aber sooo schlimm wars dann auch nicht und ein bisschen getanzt haben wir dann auch noch. Der Pub ist irgendwie so ähnlich wie der 3 wise Monkeys Pub. Unten spielt ne Rockband (die Band im Monkeys-Pub war aber wesentlich besser und jünger!!! Also, wo die die Band vom Gaff herbekommen hatten will ich gar nicht wissen…die waren so ungefähr in dem Alter unserer Eltern, vielleicht etwas unpassend für einen Pub wo Backpacker rumlungern aber naja) und in den Pausen wird dann normale Disko-Mukke aufgelegt, was meist bei rnb anfängt sich über House bis hinzu Electro steigert und dann abrupt wieder von der Band abgelöst wird… seltsame Mischung!!!!

Um 1 haben wir dann noch einen Abstecher im Hungry Jacks gemacht (ist Burger King, hat hier nur einen anderen Namen, warum, weiß keiner) und einen kleinen Schluck von der Erdbeerfanta zu probieren bevor wir diese angewidert wieder weggeschüttet haben. Aber wie in Deutschland gibt es auch dort free Refill und somit konnte ich mit der guten alten Coke nachspülen.

Übrigens wird auch hier Halloween gefeiert und an diesem Abend sind uns schon einige wild verkleidete Menschen über den Weg gelaufen.

Samstag musste ich dann ganz früh raus, da ich mit Nozomi2 (man muss die beiden ja irgendwie auseinander halten) zu einem Ausflug ins Hunter Valley (von der Schule aus) verabredet war. Das ist hier ein sehr bekanntes Weinanbaugebiet und ist ca. zwei Stunden von hier entfernt (wir haben 3 gebraucht, weil der Fahrer sich verfahren hat). Der Ausflug war ganz nett, aber auch nicht mehr. Es war sehr warm und schwül (ich vergas, dass wir ins Landesinnere fahren) und daher war ich zu warm angezogen. Wir waren auf drei Weingütern und in einem wurden wir rumgeführt und uns wurde erklärt, wie sie den Wein herstellen (an dieser Stelle grüß ich mal meine Cape Townies, unter uns: Da war noch jede Weinprobe mit Euch schöner, feuchter und fröhlicher!!!! ;o) Die Weine waren zwar nicht schlecht, aber ich finde unsere europäischen Weine besser. Nichts desto trotz mussten wir dann noch ein Geburtstaggeschenk für Elena besorgen, die ihren Geburtstag am Abend feiern wollte und da wir zwei ja an diesem Tag an der Quelle waren, war es unsere Aufgabe, eine gute Auswahl zu treffen, die uns dann auch glaube ich gelungen ist.




Das Highlight dieses Ausflugs war dann aber auch noch was ganz unerwartetes: Ich hab die ersten frei lebenden Kängurus gesehen, sie waren zwar sehr weit weg, aber immerhin echte Kängurus und das in freier Wildbahn. Aber denen wars glaub auch etwas zu warm und sie faulenzten unter einer Baumgruppe im Schatten.

Abends stand wie gesagt der Geburtstag an, der zwar erst etwas holprig angefangen hat, aber dann noch wirklich ganz witzig war. Treffpunkt war die Cargo Bar und auf dem Weg dort hin haben wir dann sogar noch Fairfax ausfindig machen können, damit ich dann schon genau wusste, wo ich am Montag hin muss. Da wir nicht in die Cargo Bar rein kamen… wie immer dieses komische Spiel mit den Türstehern hier … wurden die zwei Flachen Wein in gemütlicher Runde am Ufer des Darling Harbours vernichtet und anschließend (mit weiteren kleineren Stolpersteinen bzgl. Einlass in gewisse Lokalitäten) in einer Disko direkt vor der Tür von Fairfax weiter gefeiert.



Sonntag war das Wetter nicht so toll, wir dachten eigentlich, dass es schön werden sollte, aber es war ziemlich bedeckt. Trotzdem sind Elisa und ich los, um Elena mit Ihrem Freund und dessen Freund am Strand von Cronulla (weit im Süden, 1 Stunde mit dem Zug von Kings Kross aus) zu treffen. Die Beschreibung im Reisführer hat sich nicht schlecht angehört, aber als wir angekommen sind, waren wir doch ziemlich enttäuscht von dem Ort. Er wurde so ähnlich wie Manly beschrieben, wo er aber bei weitem nicht ran kommt. Vom Strand aus blickt man auf eine Fabrik an einem gegenüber liegenden Ufer und ständig war ein Industriekahn direkt vor uns im Wasser, nicht grad idyllisch. Naja, hat ja zum Wetter gepasst, wobei es nicht kalt war und es sich am Strand aushalten ließ. Glücklicher Weise kam gegen später noch die Sonne raus und Elisa und ich genossen diese noch in vollen Zügen (die anderen mussten leider vorher schon gehen und sind nicht mehr in den Genuss gekommen). In Kings Kross wieder angekommen, haben wir uns mit Micha getroffen, um unseren Wocheneinkauf bei Coles zu erledigen.

Und dann war ich auch schon ein bisschen aufgeregt, weil ich ja am nächsten Tag mein Praktikum beginnen würde…

Freitag, 26. Oktober 2007

KW 43 (22.10. - 25.10.)

So, um Euch ein bisschen aktueller auf dem Laufenden zu halten hier schon mal der erste Teil der neuen Woche.

Montag sollte das Wetter noch sehr gut sein, bevor es dann ziemlich schlecht werden sollte. Da es zudem noch meine letzte Woche ist, bevor mein Job anfängt, hatte ich das Bedürfnis, die Schule nach den ersten zwei Stunden zu verlassen und bin dann mit Alexander wieder an den Coogee-Beach. Zum Glück sind wir so früh gegangen, da dann gegen halb drei Wolken aufgezogen sind. Zuhause habe ich mich dann noch ein bisschen aufs Ohr gelegt, bis Micha nach hause gekommen ist und mich noch zu einem Barbecue auf dem Dach eines Backbacker-Hostels mitgenommen hat. Das war die Connection von dem Carmarket. Fast alle hatten erfolgreich ihr Auto verkauft und feierten dies nun mit Barbecue und Bier. War sehr lecker und auch die Aussicht auf die City bzw. die Oper und die Harbour Bridge auf diesem Hosteldach ist nicht zu verachten.

Wir sind relativ früh zurück, aber so konnten mich Christina und Wilfriede auf den Festnetz erreichen, was auch mal wieder schön war mit den beiden zu telefonieren. Wilfriede ist ja auch grad für knappe zwei Monate bei Ihrem Sohn in Rockhampton nördlich von Sydney in der Nähe von Brisbane und hat mir von ihren Unternehmungen erzählt.

Der Grund für Christinas Anruf war der, dass ich mir überlegt hatte, das kommende Wochenende zu ihr nach Melbourne zu fliegen. Die Schule hätte ich gut schwänzen können und hätte somit einen relativ günstigen Flug unter der Woche bekommen können. Damit er aber so günstig bleibt hätte ich auch wieder Sonntag früh zurück fliegen müssen. Zudem sollte sich das Wetter ja auch extrem verschlechtern. Das war alles nicht so ganz ideal und hinzu kam dann noch, dass jetzt gerade ihr Mann schwer erkältet aus Deuschland zurückgekommen ist und sie auch ein bisschen angeschlagen war. Somit haben wir die Pläne gecancelt, aber das werde ich nachholen…. Wenn das Wetter ein bisschen besser und beständiger ist in Melbourne.

Dienstag war ich dann mal wieder mit Fabien etwas in der City unterwegs und wir haben uns den Chinesischen Garten am Darling Harbour angeschaut. Echt niedlich und sehr entspannend.



Ach und in der Stadt hat mich ja der Schlag getroffen, als wir grad zu Myers rein wollten um uns dort was zu essen zu holen (da gibt’s echt günstiges asiatisches Essen) hab ich meinen ersten geschmückten Weihnachtsbaum gesehen. Aber wie groß und kitschig, und als ich dann genauer hinschaute, wurden es immer mehr Weihnachtsbäume, echt krass, ich war einfach nicht drauf gefasst und war deshalb echt geplättet von dem Anblick…

Abends war mit Sarah zum Kino verabredet, Elisa und Micha sind dann auch noch mit. Wir waren in „A mighty Heart“ mit Angelina Jolie. Eine wahre Geschichte über die Entführung eines Journalisten in Pakistan erzählt aus der Perspektive seiner Frau. War nicht schlecht, hatte aber Dokumentarcharakter. Micha hat der Film nicht so gefallen und da er auch unsere Auswahl der letzten Wochen nicht so prickelnd fand, meinte er, dass er nächste Woche den Film aussuchen würde… da bin ich ja mal gespannt….

Am Donnerstag hat es in Strömen geregtnet als ich aufgewacht bin und da es mein vorletzter Tag in der Schule war, hab ich einfach beschlossen liegen zu bleiben und hab dann doch auch erstaunlicherweise bis um 12:30 durchgeschlafen, hach war das erholsam.

Um 14:30 war ich mit Nozomi fuers Aquarium verabredet (war ein Ausflug von der Schule aus, was den Vorteil hat, dass man zum Gruppentarif rein kommt). Das Aquarium ist nicht schlecht, aber ich hatte fast das Gefuehl, dass das in Kapstadt ein bisschen besser war... aber das Becken mit den Haifischen, Rochen und Riesenschlidkreoten, unter dem man durchlaufen kann war schon beeindruckend.



Danach sind wir dann direkt zur Cargo Bar. War wie immer ein lustige Runde und diesmal haben wir von allen Seiten mehrere Gutscheine zugesteckt bekommen.... so waren wir gut mit Wodka versorgt....


Donnerstag, 25. Oktober 2007

KW 42 (15.10. - 21.10.)

Jetzt ist schon wieder über eine Woche vergangen und ich muss Euch mal wieder auf den neusten Stand bringen.

Montag wollte ich nach dem tollen Manly Scenic Walkway am Sonntag eigentlich gleich den Weg von Bondi nach Coogee ablaufen, das sind sehr bekannte Surferstrände (Bondi ist vielleicht der bekannteste in Sydney), zwischen welchen noch ein paar kleinere Strände liegen und die auch durch einen sehr schönen Weg am Meer entlang verbunden sind. Allerdings wurde ich noch aufgehalten und somit wäre es für den 5 km langen Weg bereits etwas spät gewesen (man muss immerhin bedenken, dass die Sonne zurzeit um 6 untergeht und es bereits gegen 4 Uhr am Strand etwas kühl wird). Darüber hinaus war Fabien daran interessiert mitzukommen und da es laut des Wetterberichtes auch noch am Dienstag gutes Wetter sein sollte, hab ich meinen Walk mit Fabien auf Dienstag verschoben und bin am Montag noch kurz alleine an den Bronte Beach, der übrigens auch auf dieser Strecke liegt. Leider wurde es schnell ziemlich kühl weil der Wind sich drehte und nun vom Mehr her wehte. Auf dem Nachhauseweg hab ich dann noch eine Zwischenstopp im Einkaufszentrum von Bondi Junction eingelegt und habe endlich ausgiebig bei Aldi eingekauft (für 39 Dollar um genau zu sein)… hach war das herrlich ;o)

Dienstag bin ich dann ne Stunde früher von der Schule abgehauen, so dass wir um 12 Uhr nach Bondi fahren konnten und somit genügend Zeit hatten. Eigentlich hatte ich ein paar schöne Bilder gemacht, aber leider hab ich meinen Kartenleser mitsamt der 1GB-Karte im PC-Raum der Schule liegen lassen und am nächsten Tag war er natürlich nicht mehr da :o( Deshalb gibt es an dieser Stelle jetzt keine Bilder, aber vielleicht bekomm ich noch welche von Fabien. Ich muss ja gestehen, dass ich zurzeit ziemlich fotografierfaul bin, ich kann es mir auch nicht ganz erklären, aber irgendwie pack ich nur ganz selten die Kamera aus, schlecht für den Blog, aber ich werd versuchen, mich zu bessern ;o)

Abends waren wir dann mal wieder im Kino, eine Gruppe ist in Rush Hour 3, da ich aber in den Film auf keinen Fall rein wollte, bin ich mit Nozomi in „Death at the Funaral“. Eine typisch britische Komödie, die ich auch schon in Deutschland mit Judith und Annette im Auge hatte, wir uns damals dann aber für den Simpsonsfilm entschieden haben. War sehr lustig und ich hatte meine Aldi-Haribo-Gummibärle dabei, die natürlich das Kinoerlebnis noch ein wenig steigerten.

Mittwoch war schlechtes Wetter und ich hab nicht viel gemacht.

Donnerstag war ich mit den zwei Nozomis, zwei japanischen Mädels aus meiner Klasse in der Crown und in der Oxford Street etwas shoppen. Da gibt’s eher kleine Lädchen mit ziemlich individuellen Klamotten. Die eine Nozomi ist schon verlobt und hat uns dann von der Verlobungszeremonie erzählt und uns Fotos gezeigt, sehr interessant. Anschleißend sind wir dann direkt zur Cargo Bar und haben wieder Freigetränke abgesahnt. Kevin und Jens aus meiner WG sind auch gekommen und es waren auch einige Leute aus der Schule da. Gegen halb neun sind wir drei (Kevin, Jens und ich) los und wollten uns das Angebot kostenloser Würstchen im Goetheinstitut nicht entgehen lassen, welche im Zuge eines bayrischen Abends angeboten werden sollten. Kurz noch mal zuhause vorbei um den Weg auf der Karte nach zuschauen, haben wir dann auch noch Micha mitgenommen. Zwei Tage vorher meinte ich schon zu den Jungs, dass das schon ein ganzes Stück zu laufen sei, aber die Jungs waren da anderer Meinung. Also sind wir mal losmarschiert und ich glaube schlussendlich waren wir dann doch eine satte halbe Stunde unterwegs und als wir ankamen, gab es noch nicht mal Würstchen, sondern nur Butterbrezeln und Bier gegen eine kleine Spende. Wir kamen uns dort allerdings etwas verloren vor und die ganze Veranstaltung war etwas steif. Auch der deutsche DJ, der dann nach einer weile Elektro auflegte, konnte daran nicht viel ändern. Also haben wir uns diesmal ein Taxi genommen und sind heim.

Am Freitag war ich dann noch mal alleine etwas bummeln, bevor ich in den Pub neben der Schule bin. Ich habs mir wieder gut gehen lassen, da ich dem Steakangebot dort mal nicht widerstehen konnte. Diese Institution mit dem Pub ist gar nicht so schlecht, man lernt immer wieder Leute kennen und bleibt auch mit denen, die nicht mehr an der Schule sind, in Kontakt.


Abends hab ich mich dann mal wieder mit den Mädels getroffen und hab Sarah mitgenommen. Eigentlich sollten die Jungs auch mitkommen, aber denen war das zu früh uns sie wollten nachkommen. An diesem Tag stand der Pub „3 wise Monkeys“ auf dem Programm, ein Pub mit mehren Etagen, wo auch verschiedene Musik gespielt wird. Im Pub angekommen, lernten wir dann auch gleich Daniela kennen, sie hatte durch unser wildes Geschnatter gleich erkannt, dass wir Deutsche sind und hat sich sofort ins Gespräch eingeklingt. Sie ist Architektin, seit 8 Monaten in Sydney und war allein im Pub, was für uns etwas seltsam war, aber es war sehr interessant sich mit ihr zu unterhalten, da sie uns über ein paar neue australische Eigenarten informierte. Das witzigste war ja, dass sie uns erklärte, wie das hier mit den australischen Jungs funktionierte, dass die sich oft mit mehreren Mädels parallel treffen und sich auch die anderen immer schön warm halten. Und dass man, wenn sich einer mal ne Weile nicht meldet, nicht davon ausgehen kann, dass er einen schon abgeschrieben hat, was ja in Deutschland definitiv der Fall wäre. Sondern, dass es oft der Fall sein kann, dass der Typ sich dann 2 Wochen später wieder meldet und was mit einem trinken gehen will. Ich erzählte ihr von meiner australischen Bekanntschaft und meinte nur, da bin ich ja gespannt, wann der sich mal wieder meldet, da er sich zu diesem Zeitpunkt auch schon anderthalb Wochen nicht gemeldet hatte. Und nun gaaaanz aktuell: Ihr glaubt nicht, wer sich heute zwei Wochen später wieder gemeldet hat…. Nick, der Australier… ich glaubs ja nicht…

Der Pub war richtig lässig, nicht so spießig wie die anderen Locations, die ich bisher kannte und wir waren auch gleich in der richtigen Etage gelandet, die mit Rockmusik… Juhu, endlich mal wieder was für mich. Die Jungs sind dann auch mittlerweile eingetrudelt, nur hatten mal wieder zwei ihren ID vergessen, obwohl sie jetzt langsam schon wissen sollten, dass man ohne den nirgends hier reinkommt, egal, wie alt und egal ob Junge oder Mädel. Jens hatte dann wenigstens noch seinen Studentenausweis dabei, aber Kevin durfte dann noch mal heim laufen und seinen Ausweis holen… Währenddessen hat uns Micha zur Feier des Tages einen Cowboy ausgegeben, ein typisches australisches Getränk, bestehend aus Baileyss und Sambucca weil er endlich nach 7 Tagen sein Auto verkauft hatte. Ist ganz lecker, und die Mischung passt igrendwie auch wenn man das im ersten Moment nicht vermuten würde. Um 10 begann dann die Band zu spielen, die einige gute Lieder coverte und wir hatten unseren Spaß auf der Tanzfläche. Danach sind wir dann noch mal in die gleiche Bar, wie den Freitag zuvor und tummelten uns dann dort noch mal auf der Tanzfläche bevor wir heim sind.

Übrigens während ich hier in unserem Zimmer auf dem Boden sitze und diesen Eintrag schreibe und Micha oben in seinem Bett liegt und schläft, leistet mir seit ein paar Minuten eine Riesenkakerlak Gesellschaft… Na prima… was mach ich denn jetzt und woher kommt der denn plötzlich her, grad heute hab ich endlich mal aufgeräumt und zum ersten Mal hier gesaugt…. Naja… jetzt ist er hinter der Kommode verschwunden, kommt aber bestimmt gleich wieder….

Samstag war ich dann mit Julia und Lilli zum Shoppen verabredet und dieses Mal wurde ich endlich fündig (zwei Oberteile und eine Art Strandbermuda).

Und da ist er auch schon wieder, der Riesenkakerlak…. Und übrigens regnet es grad in Strömen! Vielleicht sucht er deshalb hier Unterschlupf, weil es ihm draußen zu nass ist…

Abends war ich dann noch zum Großeinkauf im Coles (Supermarktkette) und war dann noch im Internetcafé, weil das Internet zuhause ja nie so richtig funktioniert, zumindest mit meinem Laptop nicht :o(

Oh, jetzt ist Micha aufgewacht und hat den Riesen-Kakerlak das Klo runtergespült…Der Arme, wär doch lieber draußen geblieben…

Den restlichen Samstagabend hab ich zuerst mit Micha auf der Couch vorm Fernseher verbracht und als er dann hoch ins Bett ging, kamen Kevin und unser neuer schwedischer Mitbewohner (dessen Eltern allerdings aus Vietnam stammen), und haben mir Gesellschaft geleistet. Alexander ist für Jens eingezogen, der nun mit seiner Freundin in einer WG gleich um die Ecke wohnt. Auch Kevin hatte Pläne umzuziehen und teilte uns Samstagabend mit, dass er ab Montag in Pyrmont in einem Appartement wohnen wird.

Sonntag war ich mit den Mädels am Coogee-Beach verabredet und bin ich dann mit Micha und einer Columbianerin zur Bushaltestelle. Dort hab ich zufälligerweise das Mädel vom Manly Scenic Walkway getroffen und in unserem Bus saßen auch schon Julia und Lilli (Sydney ist so groß und doch sooooooo klein). Wir verbrachten dann eigentlich den ganzen Tag am Strand, das war echt entspannt und wir Mädels waren doch trotz der Temperaturen auch eine ganze Weile im Wasser. Die Wellen hier sind schon gigantisch und haben eine solche Kraft, dass man manchmal schon aufpassen muss, dass man nicht gerade drunter gerät. Zuhause angekommen, sind Micha und ich noch mal zum Coles fürs Abendessen einkaufen, davor sind aber noch kurz bei dem Carmarket vorbei, wo er sein Auto verkauft hat, da er noch Bilder machen wollte.

Der Carmarket ist in einem Parkhaus in Kings Kross, der ist ausschließlich für Backpacker, damit die dort ein gebrauchtes Auto kaufen bzw. loswerden können. Da die meisten Karren, die da unten stehen, oft nicht mehr die besten sind und es auch ein paar Tage gibt, an denen nicht so viele Interessenten vorbeischauen sitzen da manche Leute einige Tage dort unten neben ihrem Auto. Durch das gemeinsame Schicksal dort unten im Dunkeln, die Zeit absitzen zu müssen mit der Sorge, dass man das Auto nicht losbekommt, bis man wieder in die Heimat bzw. weiter reist, entsteht da unten eine richtige Gemeinschaft, in der sich schon so manche Bräuche eingeschlichen haben, wie zum Beispiel, dass man nach dem man sein Auto verkauft hat, ne Runde Bier ausgibt oder sich an den Betonwänden des Parkhauses mit Angabe der im Dungeon (so nennen die Backpacker den Ort: Hölle oder Verlies) verbrachten Tage verewigt. Übrigens hat auch Olaf dort sein Auto verkauft, aber innerhalb von zwei Stunden…

Abends gabs dann Pasta Bolognese. Während Micha und Alexander gekocht haben, hab ich Elisa das Bett von Kevin gezeigt. Ich kannte sie bereits von dem Orientierungstreffen bei GLS in Berlin und da wir zur fast selben Zeit (drei Wochen versetzt) in Sydney sein würden, sind wir in Kontakt geblieben. In Sydney angekommen hat sie sich bei mir gemeldet und fragte, ob ich nicht was kennen würde, wo sie unterkommen könnte. Da ich ja grad erfahren hatte, dass Kevin auszieht, hab ich ihr das mal vorgeschlagen und Sonntagabend kam sie, um sich das Zimmer mal anzuschauen. Seit Montag wohnt sie nun auch hier und seitdem laufen wir nun gemeinsam in die Schule, sehr witzig. In drei Wochen wird sie übrigens auch bei der gleichen Firma anfangen wie ich auch…. Was für ein Zufall!

An dem Abend hat mich auch noch kurz meine Mum angerufen um mir mitzuteilen, dass es bei ihr geschneit hätte… schon komisch, wenn man den ganzen Tag am Strand verbracht hat, der Sand noch zwischen den Zehen klebt und man erfährt, dass es zuhause geschneit hat…. Hihi.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

KW 41 (8.10. - 14.10.)

Letzte Woche ist eigentlich relativ viel passiert, das Wetter war leider verhältnismäßig schlecht, hat aber dem Wochenverlauf dennoch keinen Abbruch getan.

Sprachschule: Letzte Woche war unsere Klasse ja relativ klein, aber dennoch ziemlich multikulturell. Für diese Woche blieben nur noch zwei (Nozomi aus Japan und ich) übrig und wir wussten noch nicht, wer noch dazukommen würde. Am Dienstag hatten wir ja dann wieder normal Unterricht (Montag waren wir ja am Watsons Bay) und unsere Klasse ist auf neun Leute angewachsen, nun sind wir vier Deutsche, vier Japaner und ein Koreaner. Ist eigentlich ne ganz gute Mischung, aber über den Unterricht gibt es nichts Spannendes zu berichten, es ist immer noch die gleiche Lehrerin mit dem gleichen Tempo…

Dienstagnachmittag hab ich mit Fabien verbracht, es war relativ kühl und dann waren wir nen Kaffee trinken und Bananabread im Queen Victoria Building essen. Das ist ein ziemlich schickes Einkaufszentrum in der City. Abends war ich dann mit ein paar Mädels aus der Schule zum Kino verabredet. Wir waren in Nanny Diaries mit Scarlett Johansson. War ganz nett, aber ich habs genossen, mit den Mädels unterwegs zu sein und einen Mädelsfilm zu schauen ;o)

Mittwochnachmittag ging das Internet ziemlich gut und ich hab den ganzen Nachmittag im Internet verbracht und konnte mit meiner Mutter und mit Judith skypen und mit ein paar Leuten von zuhause chatten, was mich sehr gefreut hat. Abends war ich dann mit den deutschen Jungs aus meiner WG in einem Pub mit Live-Musik.

Donnerstagnachmittag war endlich das Wetter wieder etwas besser und ich bin mit Fabien zum Darling Harbour. Wir haben uns einen Teil einer Open Air Fotoausstellung angeschaut und haben die Sonne und das Flair des Hafens genossen.

Abends waren wir dann mit ein paar Leuten aus der Schule in der Cargo Bar am Darling Harbour verabredet. In dieser Bar gibt’s donnerstagabends Gutscheine für Freigetränke (am Wochenende kommt man in den ersten Stock leider nur mit irgendwelchen VIP-Pässen).
Also bin ich vorher noch mal heim und hab mich dann mit Sarah und Nozomi getroffen und sind dann zusammen dort hin. Die Location ist echt sensationell am Darlin Harbour gelegen und vom ersten Stock aus hat man eine tolle Aussicht auf den Hafen. Wir waren dann doch einige und es war ganz witzig. Ich wartete ja eigentlich noch auf Nick, den ich am Samstagabend im Pub kennen gelernt hatte und der auch noch kommen wollte. Leider musste mir Fabien kurz vorher mitteilen, dass er „mich mögen würde“, hat es mir allerdings auf Französisch mitgeteilt indem er sagte „Tu me plait“ (er weiß, dass ich ein wenig Französisch verstehe). Ich hatte ja schon seit einigen Tagen das Gefühl, dass da was im Busch ist und mein Gefühl hat mich mal wieder nicht getäuscht. An dem Abend konnte ich ihm noch ausweichen und ein paar Minuten später hab ich dann auch schon Nick in der Bar entdeckt. Mit ihm saß ich dann auf der Terrasse und während unseres Gesprächs ist dann witzigerweise rausgekommen, dass er auch bei Fairfax arbeitet, da wo ich mein Praktikum machen werde. Die Welt ist soooo klein….. Er hat mich dann noch heimgefahren, was natürlich sehr relaxed war.

Freitag war ich nachmittags bei dem allwöchtenlichen Pubtreffen. Das Wetter war ja nach einem richtig heftigen Gewitter am Vorabend nicht mehr so gut und es hat auch zwischendurch mal heftig geregnet. Aufgrund der Kälte hab ich mir dann in dem Pub mal wieder ein Steak gegönnt, was es dort jeden Abend für 7 $ gibt, aber hier noch mit einem Salat. Das hat gut getan!
Abends war ich dann noch mit den Mädels von letztem Freitag verabredet. Lilli und Julia. Lilli hat noch eine Japanerin, eine Französin, einen Spanier und einen Osteuropäer (fragt mich bitte nicht mehr woher er kam) mitgebracht. Der erste größere Teil des Abends war dann auch richtig witzig, wir waren in einer Bar am Darling Harbour, die keinen Eintritt kostete und in der sich dann die Tanzfläche stetig füllte. Mit den Mädels konnte man so sichtig schon tanzen und wir hatten viel Spaß, besonders die Japanerin war echt süß und hatte so einen Spaß an dem Abend. Ich hatte ne ganze Weile einen ca. 60-jährigen Stalker, der mich zuerst unfreiwillig über die Tanzfläche wirbelte und mich dann als ich mich von ihm entfernen konnte ununterbrochen anstarrte… war das widerlich! Gegen 1 Uhr haben die Jungs dann vorgeschlagen, wir könnten noch in eine andere Disco, eine mit vier Floors, die gleich um die Ecke war. Wir sind dann los, was aber dann ein Fehler war. Als wir dann an der Kasse standen kam raus, dass es 25 $ Kosten würde, das war uns aber allen zuviel und wir wollten umdrehen. Da kam eine sehr wichtige Dame mit Head-Set auf uns zu und meinte, sie könnte uns einen Gruppentarif geben und somit müsste nur jeder 15$ zahlen. Das war ja mal ein Angebot. Allerdings hatten wir bei der ganzen Sache ganz übersehen, dass der Spanier nicht durch die Sicherheitskontrolle gekommen ist, weil er seinen Ausweis vergessen hatte (in Sydney muss man sich eigentlich überall ausweisen können, sonst kommt man nicht rein). Aber die nette Dame meinte, das sei kein Problem, das würde sie auch noch hinbekommen.
Also sind wir rein in den ersten Floor (die anderen machten anscheinend erst in 10 Minuten um 1 auf) wo allerdings derber Techno gespielt wurde. Ich wartete ja nur, dass die anderen geöffnet wurden, da auch einer dabei sein sollte mit Rock, Indie und Alternativ, genau mein Geschmack. Nach einer Weile war von dem Spanier weit und breit immer noch nichts zu sehen und uns ging diese Techno ziemlich auf die Nerven. Also sind wir erstmal Richtung Ausgang und irgendwann ganz raus, allerdings standen dort bereits ein paar von uns eine ganze Weile und der Türsteher muss sie bereits mehrmals aufgefordert haben, den Exitbereich zu verlassen. Tja und mit den Türstehern hier in Sydney ist nicht zu Spaßen, so schnell wie wir dort rausgeflogen sind, so schnell konnten wir gar nicht schauen… Naja, das End vom Lied war dann, dass wir wirklich nicht mehr reingelassen wurden und für 5 Minuten in der Disko 15 $ hingeblättert hatten. Wir hatten dann auch keine Lust mehr woanders hin zu gehen und sind heim….





Am Samstag war hier in der Stadt das Surry Hills Festival. Surry Hills ist auch ein Stadtteil von Sydney, direkt an der Centralstation gelegen, wo übrigens auch meine Schule ist. Das Festival versprach ein paar Bühnen mit Musik und da das Wetter wieder besser sein sollte hab ich mich mit Lilli dafür verabredet. Jens, Kevin und Julia sind dann spontan auch noch mit.
Das Fest war eigentlich echt richtig nett, es gab wirklich ein paar Bühnen mit Musik und ein paar Bands, eine auch nach meinem Geschmack, vor der wir uns dann platziert haben. In der Hauptsache bestand aber das Festival aus Marktständen mit Klamotten, Hüten, Schmuck und eigentlich fast allem erdenklichen zu Essen. Das Angebot war sehr international uns so genehmigten Julia und ich uns zum Schluss beim Stand „Hans Wurst“ eine Bratwurst mit Sauerkraut, Zwiebeln und Senf…….. sehr lecker!!!!!!!!! In der Zwischenzeit kamen dann noch Micha und Sarah (aus meiner Schule) dazu. Leider war das Festival nur von 10 bis 18 Uhr angesetzt und gegen halb 6 als es schattig wurde, wurde es auch dann etwas ungemütlich, so dass wir uns auf den Heimweg machten.



Abends war ich dann noch mit Sarah und ein paar Au-Pairs verabredet. Wir haben uns im Löwenbräu getroffen und dieses Mal waren wir im oberen Stock, wo es dann auch einigermaßen erträgliche Musik gab und wir ein bisschen getanzt haben. Allerdings wohnen die meisten Leute hier relativ weit außerhalb, wahrscheinlich auch aufgrund der Preise und somit müssen die Mädels schon meist früh heim um den letzten Bus bzw. Zug zu bekommen. Also sind wir an diesem Abend um 12 nach Hause, was mir aber gar nicht so unrecht war, weil das Wetter am Sonntag sehr gut werden sollte und ich dieses ausnutzen wollte.

Am Sonntag also (es hatte leider keiner Zeit) hatte ich mir bei dem tollen Wetter vorgenommmen, einen 9 km langen Wanderweg zwischen Manly und Split zu erkunden, der auf der Nordhälfte von Sydney also am anderen Ufer den Hafens liegt. Der Manly Scenic Walkway wird in den Reiseführern als sehr malerisch beschrieben und man muss ca. 4 bis 5 Stunden dafür einplanen. Das war genau richtig für diesen Sonntag. Also nahm ich die Fähre nach Manly. Schon allein diese Fahrt ist vom Ausblick her gigantisch! Ich muss zugeben, dass ich einfach zu faul war Bilder zu machen, aber die Fahrt war wirklich herrlich.

Dort angekommen hab ich als erstes das Baravarian Bier Café entdeckt, da musste ich ja schon ein bißchen schmunzeln bei der Kombination dieser zwei Worte (Bier und Café) und als zweites traute ich meinen Augen nicht, der erste Aldi, den ich in Sydney entdeckte. Und dann auch noch der gute alte Aldi Süd, den ich ja schon seit langem in Berlin vermisse. Es ging kein Weg dran vorbei, dass ich zuerst dort reinschaute und ich traute meinen Augen abermals nicht, es gibt dort im Moment deutsche Lebkuchen in allen Formen und Arten. Außerdem ist dort wirklich alles sooo billig, es gibt Kosmetik super günstig, Sonnencreme für 4 $ (in anderen Läden erhältlich ab 10 $), es gibt Butterkekse, Haribo, Paracetamol und sonst noch einige tolle Sachen, die man sonst so in dieser Art oder so günstig sonst nicht bekommt. Hab dann erstmal ne Packung Haribo mitgenommen und die im Laufe des Tages verputzt.


Bevor ich mich dan auf den Wanderweg machte, schlug ich erstmal die andere Richtung zum Manly Beach ein, zu dem eine kleine niedliche Fußgängerzone führte in der ich auch noch einen kleinen Künstlermarkt entdeckte. Am Strand angekommen befand ich den erstmal als schöner als den berühmt berüchtigten Bondi Beach. Aber Manly ist halt auch nicht so gut zu erreichen von der anderen Seite des Hafens.







Dann machte ich mich auf zum Manly Scenic Walkway und war schlichtweg einfach nur begeistert. Der Weg beginnt mit einem gemütlichen Spaziergang an der Küste entlang, es gibt viele Wiesen, Bänke und Felsen auf denen man sich niederlassen kann. Es waren kaum Leute unterwegs und das war doch ziemlcuh entspannt. Es gibt immer wieder Stellen, an denen amn ins Wasser gehen, Kanu fahren oder picknicken kann. Herrlich! Nach diesem Stück fand ich dann eine nette Begleitung für den restlichen Weg. Ein Holländer und eine Deutsche, die mich nach dem Weg fragten. Es überrascht mich immer wieder, wie schnell und einfach man hier Leute kennen lernt und einfach zwanglos Zeit miteinander verbringt. Es war sehr angenehm nun Begleitung zu haben und die zwei waren doch sehr witzig. Die beiden haben sich im Flugzeug eine Woche vorher kennen gelernt, haben die Woche miteinander verbracht und Sydney zusammen entdeckt, bevor Sie nun auch einen Sprachkurs beginnt (sie ist grad mit dem Abi fertig) und er weiter muss nach Melbourne, weil er da an die Teilnahme an einem Pokerwettbewerb gewonnen hat.

Der restliche Weg schlängelt sich dann weiter am Meer entlang, teilweise wandert man langsam einen eher mediterran bewachsenen Berg, von dem man eine unglaubliche Aussicht hat, an anderen Stellen führt der Weg durch subtropischen Regenwald und wieder an einer anderen Stelle ist man wieder an einem weiten Strand mit Wiese und Picknick Möglichkeit.












Wir haben den Weg dann in 4 Stunden gemeistert und haben dann von Split den Bus in die Stadt zurück genommen. Zum Schluss sind wir dann noch zusammen zu KFC (Kentucky Fried Chicken) und haben da so ein großes Menü bestellt, dass die Hälfte übrig geblieben. Die Jungs aus meiner WG haben sich gefreut….

Dienstag, 9. Oktober 2007

Fundstück der Woche

Unsere Lehrerin hat uns heute ein paar Zeitungen und Zeitschriften vorgestellt, die für uns ganz interessant sein könnten - unter anderem auch eine kostenlose, die an Bahnhöfen ausliegt. Die "9to5". Diese blätterte ich heute mittag im Park durch und fand unter der Rubrik "Hotspots Top 10" (Tipps, was in Sydney alles so los ist) folgenden Beitrag (Plakate davon hängen in der ganzen Stadt, deshalb war mir das Musical mit dem Namen "Berlin" bereits bekannt):

BERLIN
OCTOBER 9-25, THEATRE ROYAL, MLC CENTRE
Berlin is an innovative and powerful production by the Sydney Dance Company. It explores the great Bavarian city as a symbol of decline and resurrection. The score features material made famous by rock legends Lou Reed, Bryan Ferry, David Bowie and David Byrne. Tickets from $43. Visit www.ticketek.com.au. To win one of five double passes, email your name, address and phone number to edsinbox@ninetofive.com.au (see the Competitions section for terms and conditions).

Ich hab doch ziemlich große Augen bekommen, als ich las, dass Berlin eine große bayrische City sein soll.... großes Kino kann ich nur sagen. Und wer mich kennt (Nicola, erinnerst Du Dich an die "Junge Karriere", hihi) wird sich denken koennen, dass ich es mir natürlich nicht nehmen lassen habe, gleich mal eine Email an das Magazin zu schreiben und das richtig zu stellen. Bin mal gespannt, ob ich ne Antwort bekomme ;o)

Hier noch der Orginal Link dazu... http://www.9to5.com.au/whats_on/

Mein erstes aktives Wochenende KW 40 (5.10. - 7.10.)

Zu Beginn des Wochenendes wusste ich noch nicht viel was passieren wird. Aber es hat sich dann doch einiges ergeben, aber mal der Reihe nach.

Jeden Freitag finden ja diese Teachertreffen von der Schule aus im Pub direkt neben der Sprachschule statt. Das Teachertreffen war ganz nett, obwohl dort keine Lehrer waren sondern sich nur einige Schüler trafen. Es kamen dann auch ein paar die bereits ihr Internship begonnen hatten. Hier konnte ich ein paar Kontakte knüpfen und verabredete mich für den Royal Botanic Garden am Sonntag und fürs Kino am Dienstag. Eine meiner Bekanntschaften war Fabien, ein Franzose, mit dem ich mich mal für Abends verabredete, da die anderen nicht sonderlich dafür offen waren. Leider musste ich schon ziemlich früh gehen, da ich noch meine restlichen Sachen aus Sans Souci holen mußte und das ja immer hin mindestens zwei Stunden allein für die Hin- und Rückfahrt beanspruchen würde musste ich die nette Runde verlassen. In Sans Souci hab ich dann auch noch alles was auch Olaf da gelassen hat zusammengepackt und bin schwer bepackt wieder zurück in die City. Dort angekommen und gerade fertig mit dem Auspacken und Verstauen meiner Habseligkeiten wurde ich von Jens einer meiner deutschen Mitbewohner gefragt, ob ich noch Lust hätte wegzugehen. 10 Minuten später waren wir zu viert auf dem Weg ein paar Leute von Studivz zu treffen, die Kevin (Roommate von Jens) ausfindig gemacht hatte. Am Treffpunkt angekommen, warteten zwei Mädels auf uns, Lilli und Julia, beide 19 Jahre und Au-Pairs. Also zogen vier zu sechst weiter und waren in zwei Kneipen was trinken. In meinem Outfit hab ich mich wie immer stark underdressed gefüllt, aber was solls…wir hatten ein ganz netten Abend. Leider mussten die Mädels gegen 1 Uhr ihren letzten Zug nach Hause bekommen und so sind wir dann auch heim. Die beiden wollten am nächsten Tag zum Bondi Beach und ich hatte mir vorgenommen auf jeden Fall mitzukommen, die Jungs waren sich allerdings noch unschlüssig. Die erste Nacht in meinem neuen Quartier war dann auch okay, wir sind ja zusammen heim und dann auch ziemlich zeitgleich ins Bett.

Am nächsten Tag haben sich die Jungs dann doch dafür entschieden mit zu kommen und mit dem Auto (der Fiat-Bus von Micha) zum Bondi-Beach zu fahren. Also düsten wir mit dem doch ziemlich abgefuckten aber fahrtüchtigen Busle durch Sydney. Dabei kam bei mir richtiges Urlaubsfeeling auf woran die Musik im Auto und das Wetter draußen nicht unschuldig waren. Auf der Fahrt hab ich dann auch meine erste Spinnenerfahrung machen dürfen. Plötzlich zeigte Micha auf irgendwas und sagte was, was nicht verstand. Ich dachte, es wäre irgendwas auf der Straße, was er mir zeigen wollte… aber es dauerte dann doch ein paar Sekunden bis ich dann kappierte, dass er eine riesen Spinne meinte, die grad auf der Windschutzscheibe, nicht außen am Auto, sondern innen (!) von rechts nach links spazierte, natürlich genau in meine Richtung. Abgesehen davon dass man mich aufgrund der Lautstärke der Musik gar nicht schreien gehört, bin ich nur in meinem Sitz gekrochen und hab gebetet, dass dieses Viech mich nicht anspringt. Glücklicherweise hatte ich mein Fenster offen und Micha bugsierte ganz glassen das Tier sanft zum Fenster raus… Noch etwas geschockt, musste mich Micha darauf aufmerksam machen, dass ich doch das Fenster zu machen solle…. oh man, ging mir der Arsch auf Grundeis…..

Naja, nach einer Weile sind wir in Bondi angekommen. Es wimmelte dort natürlich von Surfern, und wir machten uns auf die Suche nach den Mädels. Der Strand gefiel mir und wir hatten einen viel Spaß damit die Männer am Strand zu beobachten. Wir waren auch kurz im Wasser, es war zwar schon relativ kalt, aber auch irgendwie erfrischend. Zwei-drei Stunden waren wir am Strand bis der vorhergesagte Wind aufkam. Es entwickelte sich dann doch relativ schnell zu einem kleinen Sandsturm und wir verließen den Strand. Wir machten einen Zwischenstopp im Einkaufszentrum in Bondi Junction. Als ich dort im Parkhaus die Tür des Buses zuschlug, fiel doch wirklich diese blöde Spinne vom Auto, ich konnts ja nicht glauben, sie war die ganze Zeit über am Auto und ich hatte mich natürlich zwischenzeitlich auch wieder getraut das Fenster zu öffnen… wenn ich das gewusst hätte…. Das Witzige ist ja, dass mir Judith kurz vor meiner Abreise einen Link zu einem Reisebericht geschickt, der genau das beschrieb: Spinnen, die sich im Auto verstecken und dann aus heiterem Himmel über das Armaturenbrett huschen. Es war übrigens eine Huntsman-Spider, auf deutsch Riesenkrabbenspinne genannt
http://de.wikipedia.org/wiki/Riesenkrabbenspinnen.





Abends hab ich dann Fabien im Löwenbräu getroffen (ein deutscher Pub in Sydney, der wirklich die schlimmsten Eindrücke von Deutschland oder besser gesagt Bayern verkörpert). Wär jetzt nicht meine Wahl gewesen, aber er war da schon mit seinem Roommate der Deutscher ist und einem anderen Deutschen. Nach einem Bier sind wir dann auch weiter gezogen (die zwei Deutschen sind geblieben) und sind dann nach einer Weile in einem anderen Pub gelandet, wo gerade das Viertelfinale vom Rugby übertragen würde (Australien gegen Neuseeland). Als wir uns dort zwei Cokes bestellten, wurde ein Aussie auf uns aufmerksam und wir kamen ins Gespräch. Es war aufgrund eines Junggesellenabends in dem Pub, seine Jungs verteilten sich auf den ganzen Laden, die er uns nach und nach vorstellte. Es war wirklich witzig sich mit ihm zu unterhalten, ich war sehr überrascht, wie gut ich ihn verstand. Er erklärte uns das Spiel und beschäftigte sich ziemlich intensiv mit uns. Fabien hat sich glaub nicht so wohl gefühlt. Er hat ihn auch nicht so gut verstanden, konnte sich somit nicht so gut am Gespräch beteiligen und wollte dann nach einer Weile gehen, auch aus dem Grund weil sein Zug bald ging. Also verabschiedeten wir uns und ich brachte ihn zum Zug. Auf dem Weg nach Hause bin ich noch mal am Pub vorbei und traf auf den Aussie (Daniel) der gerade den zukünftigen Bräutigam in ein Taxt packte und ihn heim fahren ließ (ihm ging es wohl anscheinend nicht mehr so gut ;o). Ich ging dann noch mal mit rein und erfuhr noch mehr über das Rugbyspiel. Nach einiger Zeit wurde ich auch etwas sicherer im Sprechen und konnte doch ziemlich gut kontern, gegen später glückten mir dann sogar ein paar passende Sprüche. Es versteht sich von selbst, dass ich mir meine Drinks nicht selbst bestellen mußte, die Aussies sind schon wirklich sehr zuvorkommend und freundlich. Gegen zwei hat sich dann die Runde aufgelöst. Ich muss schon sagen, dass die ziemlich viel getrunken haben und dadurch auch ziemlich früh am Abend dann nach Hause torkeln… im Gegensatz zu uns in Deutschland.




Am Sonntag war ich ja dann um 11 Uhr mit ein paar Leuten von der Sprachschule für den Botanical Garden verabredet. Wir hatten Glück mit dem Wetter, da es Mittags echt noch angenehm war und gegen Nachmittag dann doch ziemlich kühl wurde und es etwas tröpfelte. Gegen Nachmittag waren wir ein bisschen in einem Einkaufscenter unterwegs (Myer) was mit Kaufhaus und Karstadt vergleichbar ist. Habs mir nicht nehmen lassen, dort in der Haushaltswarenabteilung mal nach Le Creuset zu schauen. Gabs dann zu meiner Überraschung auch, aber zu Preisen, die mir wirklich die Sprache verschlugen. Zuhause hat sich Micha mal um mein Internet gekümmert und heute klappts nun doch auch ganz gut… man, das wurde jetzt aber auch echt mal Zeit… Danke Micha!!!! Abends haben wir dann noch den Sonntags-Spielfilm im Fernsehen angeschaut.

Heute (Montag) hatten wir von der Schule aus einen Ausflug zum Watsons Bay. Das Wetter war aber nicht berauschend, die Leute und die Lehrer, die dabei waren, auch nicht, aber vielleicht lags auch an meiner Laune, die heute nicht sonderlich gut war, keine Ahnung warum, deshalb hierzu nicht mehr.