Mittwoch, 14. November 2007

KW 45 (5.11. - 11.11.)

Diesmal die Ereignisse letzter Woche nur im Nachrichtenstil, da nicht so furchtbar viel passiert ist und ich grad auch nicht so gute Laune habe. Dazu später mehr.

Regen an einer Tour (siehe Satelitenbild), ständig nasse Fuesse, deshalb auch übers WE erkältet gewesen und diese Woche Montag zuhause geblieben. MONTAG abend kam „Die Braut, der Vater und ich“ im Fernsehen und ich hab mich mal wieder kringelig gelacht. DIENSTAG war MELBOURNE CUP, eigentlich ein ganz großes Ereignis hier, in Melbourne selber auch ein Feiertag, aber aufgrund der Pferdegrippe vor einigen Monaten, dieses Jahr nichts großes, meine Kollegen und ich sind zum Lunch auswärts essen gegangen, war an sich ganz witzig und ich hab endlich mal gerafft, dass meine zwei Kollegen schwul sind. Aber als dann die Rechnung kam traf mich der Schlag, die Rechnung wurde durch alle Anwesenden gleichmäßig geteilt und ich durfte statt meinem Teil der 18,50 $ betragen hätte, schlappe 30 $ löhnen dürfen, fand ich natürlich nicht so toll. Darüber hinaus war ich eh überrascht, dass die Mitarbeiter zahlen mussten und nicht unsere Chefin die Rechnung übernommen hat, sie hat nur den Wein ausgegeben. Aber anscheinend ist das bei Fairfax normal und das gleich erwartet mich auch noch mal beim Abteilungs-Weihnachts-Lunch…. Und das wenn man unpaid ist….. Ich hab uebrigens nicht gewettet, hab nur bei so nem kleinen Losspiel meiner Kollegen teilgenommen, aber hatte leider kein Glueck. Abends hat es so geschüttet, dass ich froh war, nicht raus zu müssen. MITTWOCH war ich mit Micha und Sarah bei meinem ersten „Rock“-Konzert hier. Konnte mich von einer Kollegin auf die Gästeliste schreiben lassen. Die Band „The Wall“ hatte einen Auftritt im Metro. Die Vorband bestand aus einem Typ, der ne Art Country-Rock gespielt hat, war gar nicht schlecht. Die eigentliche Band spielte netten seichten Rock, nichts Spezielles, aber hörbar. Das eigentliche Highlight des Abends waren dann die Opossums, die wir auf dem Rückweg im Hyde Park angetroffen haben, echt niedliche und sehr zutrauliche Tiere und es schien so, als ob sie mit den Ratten, die dort auch zu genüge umrannten, spielten. DONNERSTAG waren wir in der Cargo Bar und danach Sushi Essen zum Abschied von Elena und ihrem Freund. FREITAG hab ich den Pub ausfallen lassen und abends waren wir (Micha, Elisa, Lilli, Julia und Kevin) im 3 Wise Monkeys Pub Julias Geburtstag feiern, war zwar nicht wirklich gros gefeiert, da sie vorher absolut keinen Plan hatte, wo wir hin sollen und dann auch noch um 12 heim ist. War aber trotzdem noch ganz lustig. SAMSTAG hab ich bis halb 12 geschlafen, unter anderem auch weil ich ja dann erkältet war, nachmittags war ich mit Micha in Bondi ne Wohnung anschauen und abends waren wir wieder im Gaff, da ich aber nicht so fit war, sind wir dann um 1 gegangen. SONNTAG wieder lang geschlafen und dann noch mit Micha und Elisa im Hyde Park, die Sonne genossen, die sich seit Samstag wieder mal blicken ließ - in Gedenken daran, dass in Deuschland der Winter eingebrochen ist.


Bei Fairfax hat sich auch nicht viel geändert, immer noch die selbe eintönige und anspruchslose Arbeit wie die erste Woche....


Tja und im Moment haben Micha und ich das Problem, dass wir bis Freitag ne neue Unterkunft finden müssten, da uns Pepe quasi rausgeschmissen hat. Aber es stellt sich mal wieder als ein großes Projekt dar, was Angemessenes zu finden. Da wär mal wieder das Problem der Asiabuden, dann dass die Leute nicht erreichbar sind bzw. sich nicht melden oder dass die Buden einfach total vermüllt sind…


Naja, wünscht uns Glück, dass wir was finden. Plan A ist eine Bude finden, Plan B – nicht wirklich vorhanden, evtl. Hostel, aber grad steigen die Preise stark an wegen der Vorweihnachtszeit und viele Plätze sind auch nicht wirklich verfügbar oder sich irgendwo einquartieren… mal sehen…

Cheers!


Montag, 5. November 2007

KW 44 (1.11. - 4.11.)

Donnerstag waren wir wie immer in der Cargo Bar, für Micha und mich ist es natürlich am Praktischsten direkt von der Arbeit dort hin zugehen, da sie ja gleich um die Ecke ist. Das Wetter wurde an dem Abend noch so schön, dass wir uns noch ans Wasser gesetzt haben und die Aussicht genossen haben. Hach was gibt es besseres als seinen Feierabend in der Sonne am Hafen Musik hörend zu beginnen. In der Cargo Bar gabs die üblichen Freigetränke und man sieht immer wieder ein paar Leute, die man sonst nicht trifft und kann sich dann mal wieder austauschen.





Freitag wurde ich um 2:30 vom Dienst entlassen und konnte so wieder pünktlich zum wöchentlichen Treffen im Pub aufschlagen und hatte mich eigentlich schon auf das obligatorische Steak eingestellt. Als ich dann im Pub ankam, hat mich Nozomi2 gefragt, ob ich mit in ein japanisches Restaurant kommen würde. Sie war mit einem Lehrer verabredet und Nozomi und Elisa wollten auch noch mit. Da ich ja noch nie richtig Japanisch essen war, war das eine willkommene Alternative zum Steak. Das Essen war sooo lecker und wir haben uns fast durch die ganze Karte gegessen. Wir hatten eine Fischplatte, verschiedene Hühnchengerichte, einen Thunfischsalat, Sushi, und eine Art japanische Lasagne mit Meeresfrüchten. Das beste am Essen war dann noch, dass wir Mädels je nur rund 10 $ von der 90 $ Rechnung zahlen mussten, da der Lehrer die Hälfte der Rechnung übernommen hat.



Japanisches Essen ist hier verhältnismäßig günstig, auch Sushi-Rollen bekommt man hier fast nachgeworfen und gegen Abend kann man schon mal welche für einen Dollar bekommen, die sind auch ziemlich groß, so dass man mit drei Stück schon ziemlich satt sein kann und somit ein günstiges und gesundes Abendessen hat.




Abends war ich dann noch mit Alex und seinen neuen Mitbewohnern im Löwenbräu, war jetzt nicht spektakulär und als wir heim sind, hat es so geregnet, dass ich total durchweicht zuhause angekommen bin.


Da das Wetter am Samstag wirklich beschissen war - es hat genieselt und war richtig eklig - haben Micha und ich bis halb 12 geschlafen… aber es war mal wieder richtig schön so lang zu schlafen ohne das Gefühl zu haben was zu verpassen. Damit wir nicht den ganzen Tag zuhause verschlafen, waren wir nachmittags ein bisschen bummeln, da wir eigentlich beide noch ein paar Klamotten für die Arbeit brauchen, aber leider erfolglos. Abends waren wir dann mit ein paar Leuten im Gaff, da gibt’s für Backpacker von 10 bis 11 Uhr Freibier (man muss einfach nur ein Hostel nennen und schon kommt man rein und bekomm ein Bändchen). War dann noch ganz witzig, leider sind viele schon sehr früh gegangen, weil sie teilweise wieder ihren letzten Zug nach hause bekommen mussten… allerdings haben Sarah und ich bis 4 Uhr ausgehalten.






Es war ja für das ganze Wochenende sehr schlechtes Wetter angesagt und umso überraschender war es dann, als wir morgens mit blauem Himmel und Sonnenschein aufgewacht sind. Also hab ich schnell ein paar Leute zusammen getrommelt um den Sculpture Coastal Walkway abzulaufen. Das nennt sich auch „Sculpture by the Sea“ und ist eine Skulpturenaustellung entlang der Küste zwischen Bondi und Tamara Beach, (das ist ein Teil des Weges, den ich mit Fabien vor einer Weile gelaufen bin) die hier jedes Jahr im November fuer zwei Wochen statt findet . Am Strand war es dann jedoch soooo schön, dass wir dort ne ganze Weile geblieben sind. Das Wasser war diesmal auch echt bombastisch, es war warm und so klar wie das Wasser in einem Swimmingpool. Leider waren wir aufgrund der Wettervorhersage alle nicht ganz so richtig auf Baden vorbreitet, aber vorausschaunderweise habe ich einen Bikini drunter gezogen und hatte ein kleines Handtuch dabei, so dass ich mich in die Wellen stuerzen konnte. (Nozomi2 hatte leider keine Badesachen dabei und Elisa konnte wegen ihrem Bettflohausschlag noch nicht ins Salzwasser).


Gegen fünf sind wir dann zu der Aufstellung aufgebrochen. War schon ziemlich beeindruckend, der blaue Himmel hat natürlich seinen Teil dazu beigetragen und es hat auch echt Spaß gemacht, sich die verschiedensten Gegenstände anzuschauen und zu überlegen, was sie darstellen sollten. Die Skulpturen waren aus allen möglichen Materialien, in den verschiedensten Farben gestaltet und an wunderschoenen Plätzen aufgestellt.





Den Abend haben Micha und ich dann noch passend mit Chips & Fish und Blick aufs Meer ausklingen lassen… ein sehr gelungener Tag!

Donnerstag, 1. November 2007

KW 44 (29.10.-31.10.)

Diese Woche habe ich mit meinem Praktikum bei Fairfax angefangen, einem großen Verlagshaus, das hier unter anderem die Tageszeitung „Sydney Morning Heralds“ und die Sonntagszeitung „Sun Heralds“ herausbringt. Die Firma hat ihren Sitz bis jetzt noch in einem großen Skyscraper direkt am Darling Harbour. Meine Abteilung, Sponsoring & Events im Trade Marketing, befindet sich im 21. Stock und von dort aus hat man eine super tolle Aussicht auf die ganze Stadt in alle Himmelsrichtungen. Das Gebäude ist eine Art Achteck, und unser Arbeitsplatz ist ein einziges riesiges Großraumbüro, so kann man die ganze Stadt überblicken, wenn man einmal im Kreis durchs Büro läuft.





Meine Kolleginnen sind alle echt total nett, fragen immer wie es einem geht und bringen einem auch mal nen Kaffee mit (einen gekauften, da es in der Küche nur Instant-Kaffee gibt). Allerdings nervt es ein bisschen, wie oft sie fragen, ob ich noch was zu tun habe und dass sie mir alles im kleinsten Detail erklären, wie ich was machen soll, wobei das eigentlich nicht zu erwähnen wäre. Aber wahrscheinlich befürchten sie, dass man sich nicht meldet, wenn man nichts mehr zu tun hat und wollen alles so gut und so verständlich wie möglich erklären.

Gleich in den ersten Minuten hat mich meine Kollegin darüber informiert, dass wir bereits diese Wochen noch in das neue Gebäude umziehen (ich wusste ja bereits, dass es einen Ortswechsel geben wird, aber hatte damit nicht so früh gerechnet). Das neue Büro befindet sich auf der anderen Seite des Darling Harbours, bin mal gespannt, wie viel weiter das ist (im Moment brauch ich 25 min zu Fuss) und vielleicht zieh ich in ein paar Wochen nach Pyrmont (so heißt der Stadtteil), soll ganz nett sein und ist auch immer noch zentral.

Meine Aufgaben sind im Moment noch nicht so berauschend, aber was will man von den ersten drei Tagen erwarten, besonders wenn ein Umzug bevor steht. Dafür muss jetzt eben noch einiges vorbereitet und erledigt werden. So hab ich die ersten zwei Tage damit verbracht, die Werbe- und Messematerialien zu sichten, ordnen und zu zählen. Das ist echt komisch, da das auch immer mein Job bei Le Creuset und Marabu war und irgendwie ist das komisch nun auch hier dafür verantwortlich zu sein. Viele der Produkten wurden nicht mehr gebraucht und somit konnte ich
einige Kollegen mit einem kleinen Goody-bag beglücken und für mich ist auch so einiges abgefallen, wie beispielsweise Shampoo, Haarspray, Wein, Bier etc. Das ist eben der Vorteil, wenn man im Marketing arbeitet. Heute habe ich den ganzen Tag Verträge eingescannt, die Dateien benannt und entsprechend abgespeichert. Aber hierfür war eben der Grund, dass die Kollegen die Ordner nicht mit in das neue Gebäude mitnehmen wollten und diese digitalisiert werden mussten. Am ersten Tag war ich mit zwei Kolleginnen außerhalb des Gebäudes einen Kaffee trinken, wo wir dann en bisschen über Fairfax, die Abteilung, Berlin und Sydney gesprochen haben, war echt relaxed und sehr angenehm.

Leider ist die Sommerzeit hier die ruhigere Zeit bezüglich den Events, die Fairfax für Stakeholder veranstaltet und leider wurden die Veranstaltungen für den Melbourne Cup gecancelt, da vor ein paar Monaten aufgrund einer Pferdegrippe noch nicht sicher war, ob er überhaupt statt finden kann… auch ein bisschen schade, aber so kann ich das große Ereignis etwas entspannter verfolgen. An dem Tag soll ja ab Mittags alles stillstehen, Wetten abgeschlossen werden und alles versammelt sich vor irgendwelchen Großbildschirmen und schaut das Pferderennen. In Melbourne ist an dem Tag übrigens Feiertag ;o)
Ich hoffe, dass die Arbeit nach dem Umzug etwas anspruchsvoller wird und ich ein paar interessantere Aufgaben bekomme.


Micha arbeitet übrigens im Allianz-Gebäude, was schräg gegenüber ist. So können wir zusammen Mittag machen und Elena arbeitet grad auch in der Nähe und so haben wir heute zu dritt Mittag gemacht. Leider geht sie nächste Woche schon wieder zurück nach Italien… schade! Mal sehen, ob ich mit Micha dann auch noch in Zukunft Mittag machen kann, wenn wir dann in Pyrmont sind…

Ach ja und Nick bin ich noch nicht über den Weg gelaufen, deshalb hab ich ihm heut mal ne SMS geschrieben. Er arbeitet im 24. Stock und zieht erst in vier Wochen um….

Hier in der WG tut sich schon wieder einiges. Elisa hatte vor zwei Tagen einen Ausschlag, der dann gestern so stark geworden ist, dass sie Hals über Kopf zu einer Bekannten ihres Dads ausgezogen ist. Das komisch oder auch beunruhigende ist, dass diesen Ausschlag auch bereits Kevin und Jens hatten, die in dem gleichen Zimmer gewohnt haben und seit gestern hat es nun auch Alexander erwischt. Sieht echt nicht gut aus, rote Pusteln am ganzen Körper, oder besser gesagt über all da, wo der Schlafanzug die Haut nicht abgedeckt hat. Elisa war auch beim Arzt und hat ne Creme und irgendwelche Tabletten bekommen, die jetzt auch anschlagen. Aber normal ist das nicht. Pepe, unser Vermieter, versucht sich ständig irgendwie rauszureden und uns die Schuld in die Schuhe zu schieben (Essen auf dem Zimmer etc.). Alexander sucht nun auch schon ne neue Bleibe. Mich würde ja echt interessieren was es ist, wir gehen ja davon aus, dass es irgendwelche Bettflöhe sind, sind uns aber nicht sicher und die Aussage des Arztes, dass es ein Ausschlag ist, widerspricht dieser Theorie ja auch. Micha und ich haben diesbezüglich keine Probleme, aber wir beide werden uns auch über kurz oder lang eine neue Unterkunft suchen, da es hier halt echt nicht so berauschend ist, das Internet geht nur sporadisch, der Backofen funktioniert nicht, beide Klobrille sind kaputt, das Fenster in unserem Zimmer ist schon seit unserem Einzug zerbrochen (ist jetzt zwar kein Problem, da es bisher noch nie zu kalt oder zu warm war), aber das ist eben kein Zustand und von der fehlenden Hygiene hier im Haus mal ganz zu schweigen…
Ist echt schade, dass Elisa ausgezogen ist, seh sie ja jetzt auch nicht mehr in der Schule, aber morgen dann wieder in der Cargo Bar. Die Abende waren bisher auch ganz ruhig, gestern sind wir auch nicht ins Kino, da Micha und ich die einzigen waren, die Zeit und Geld hatten und daher konnten wir uns dann nicht aufraffen zu gehen. Gestern ging ausnahmsweise mal das Internet richtig gut und da hab ich mich dann halt mal damit beschäftigt.