Zuerst sind wir mit dem Bus zu einem Aussichtspunkt gefahren, wo wir dann auch einen Morning Tea eingenommen haben. (Es war diesmal kein einziger Asiate dabei, was ja kaum zu glauben war - aber leider der Franzose, der mir eine Weile nachgestiegen war, aber er hatte inzwischen ein neue Begleitung gefunden... eine suesse kleine Französin...puh...). Die Idee mit dem Morning Tea fand ich richtig klasse und der Guide hat auch an alles gedacht, er hatte Tee, Kaffee, Milch und Suessigkeiten dabei. Bei den Suessigkeiten hat er darauf geachtet uns Spezialtäten aus Auastralien vorzustellen, Tim Tams und Lemmington. Tim Tams sind die wohl bekanntesten und beliebtesten Kekse hier in Australien und es gibt sie in den verschiedensten Varianten. Die schlichte Variante sind 2 Schokokekse die mit ner Schokoladenfüllung zusammengehalten werden und dann auch noch mit Schokolade ueberzogen sind. Die volle Schokodröhnung, aber ich bin ihnen auch schon verfallen, wenn man mal eine Packung aufgemacht hat, kann man nicht mehr aufhoeren bis sie lehr ist....ein Teufelszeug! Lemmington ist ein traditioneller Rührkuchen, den hier üblicherweise immer an saemltlichen Schulveranstaltungen von den Muettern angeboten wird, er ist auch mit Schokolade ueberzogen und wird dann in Kokosstreuseln gewälzt. Manchmal werden auch zwei Boeden mit Marmelade dazwischen zusammen gelegt. Ist leider aufgrund des Kokosgeschmacks nicht ganz mein Fall.
Die Aussicht war ganz nett und nach ner halben Stunde gings weiter zum Nan Tien Tempel, dem groessten buddhistischen Tempel in Australien. Da ich ja schon in Thailand war, war das im Vergleich mal ganz interessant, da es sich hier mehr um eine chinesische Variante handeln musste. Die Buddhas und auch andere Figuren unterscheiden sich etwas in den verschiedenen Kulturen und ich musste auch feststellen, dass dieser hier etwas kitschiger war als alle, die ich in Thailand gesehen hatte. Die Anlage hat auch sehr beruhigend auf einen gewirkt, wie sollte es auch anders sein an so einem Ort und es hat Spaß gemacht den Ort zu erkunden. Ein Detail in dem Tempel hat uns dann doch kurz zum Stutzen gebracht: an vielen Stellen war ein Hakenkreuz zu sehen, aber dieses war im Gegensatz zum Hakenkreuz des Dritten Reichs um 90 Grad gedreht und wird in dieser Form häufig in vielen Religionen verwednet und hat auch viele verschiedene (positive) Bedeutungen.
Danach sind wir nach Kiama gefahren um uns das Blowhole anzuschauen, aus dem normalerweise eine Wasserfontaene schiessen sollte, aber als wir natuerlich da waren, was das Meer zu ruhig und wir fanden ein absolut trockenes Loch vor. Von dort aus konnten wir zu einem kleinen Markt laufen, haben auf dem Weg noch ein paar stinkende riesige Pelikane bewundert und sind dann über den Markt geschlendert, der wirklich sehr schoen am Meer gelegen und von Plamen umsaeunt war. An einem Stand gab es sehr schoene Ketten und Armbaender aus Holz und Perlen fuer nur je 5 $. Da musste ich doch gleich mal zuschlagen und hab 3 Teile gekauft ;o)
Dort haben wir dann auch was gegessen und sind dann zum letzten Spot des Ausfluges gefahren, dem Minnamurra Rainforest. Der hat mir glaub am besten gefallen. Ich liebe solche Landschaften, es war gruen, es gab Wasser und auch der Weg war etwas anspruchsvoller, wenn man bis zum Wasserfall laufen wollte, was wir natuerlich gemacht haben.
Zurück in Sydney wollte Micha ein Zimmer anschauen, das gleich um die Ecke sein sollte, also sind wir zusammen hin. Das Haus war der Hammer (wir hatten es schon auf der Webseite gesehen und da sah es schon aus wie ein Glueckstreffer, die haben sogar Opossums auf ihrer Terrasse) und als wir im im Livingroom um die Ecke schauten, war die Ueberraschung gross, als dort doch glatt Jens (der auch ne Weile bei Pepe gewohnt hatte) und seine Freundin in der Kueche standen.
Da die Vermieterin leider nicht da war, hat Jens sich drum gekuemmert, dass Micha sich am naechsten Tag mit ihr treffen konnte und es hoerte sich alles sehr viel versprechend an, aber wie ich jetzt von Micha gelernt habe hat das hier nichts zu beudeten und man sollte sich hier nie zu früh freuen, bis die Sache nicht wirklich in trockenen Tuechern ist. Ich hatte mit ihm um einen Kinoeintritt gewettet, dass er das Zimmer bekommt und habe dann natuerlich verloren (aber er hat mich meinen Wetteinsatz nicht zahlen lassen). Trotz des total enstpannten und schoenen vorangegangen Tages hat mich die erfolglose Wohnungssuche, meine unerklärlichen Hautausschläge und mein absolut stupides und unbezahltes Praktikum so sehr runter gezogen, dass ich bis zum nächsten Vormittag an einem Stueck geheult habe. Ich war ja ueberrascht, wie sensibel Micha mit der Situation umgegangen ist und er mich deshalb ueberhaupt nicht dumm angemacht hat (danke!)... gegen Montag Mittag wurde es dann wieder besser...
4 Kommentare:
Na find ich ja gar nicht mal schlecht das hier alles! =)
Aber du hast vergessen zu den TimTams zu schreiben, dass man durch die kaffe schluerft, wenn man beide Enden abbeisst!! Das ist hier die Hauptverzehrmethode!
Und wann testest du Vegemite??? ;)
Gruss, Lea
Danke ;o)
Stimmt, das hat der Guide sogar erzaehlt und gezeigt. Danke fuer die Ergaenzung! Und dieses Vegemite muss ich noch testen, hab das zwar in Deutschland schon mal probiert (aber nur ganz wenig), kann mich aber nicht mehr so wirklich dran erinnern....
Ich berichte dann, wie ichs finde...
Ach und ich hab gestern einen richtig leckeren Lemmington vom Baecker hier gegessen, das war gaub der bisher der Beste und da haben mich auch die Kokosraspeln nicht so arg gestoert. In der Mitte war Marmelade und ne weisse Creme... sehr lecker!
mmmh, hört sich lecker an! ich muss wohl leider mit meinem gewöhnlichen spongebob-adventskalender vorlieb nehmen :(
mehr stories über australische essgewohnheiten und skurrile dinge! wo bleiben die motten-eierkuchen und känguru-steaks?
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