Freitag, 4. Januar 2008

Weihnachten 2007 in Sydney

So nun war es so weit, Weihnachten stand nun wirklich direkt vor der Tür. Die Wettervorhersagen sahen zwar noch nicht so ganz aus, wie wir uns das vorstellten, aber zumindest war das Wetter nicht zu schlecht und mein jahrelanger Traum Weihnachten in der Wärme zu verbringen ging endlich in Erfüllung. Unsere ganzen Planungen waren zwar alle sehr spontan und sehr kurzfristig aber dafür waren es wirklich drei sehr schöne Tage.

Am Heilig Abend stand für mich und Elisa fest, dass wir den Tag am Strand verbringen müssen. Da aber einige arbeiten mussten bzw. bereits mit ihren Homestayfamilies in Weihnachtsvorbereitungen steckten haben Elisa, Nozomi1 und ich uns entschlossen den Walk von Coogee nach Bondi zu machen. Noch in der Stadt war es bewölkt und es sah nach Regen aus, als wir allerdings in Bondi aus dem Bus stiegen kam die Sonne raus und begleitete uns auf dem ganzen Weg. Leider hatte ich aufgrund des Wetters in der Stadt keine Sonnencreme mit und hab mir schön die linke Schulter und mein Dekoltee verbrannt. Der Spaziergang selbst war aber trotzdem sehr schön und es war herrlich, dass wir so ein schönes Wetter und schätzungsweise um die 28 Grad hatten. Zu dieser Zeit war es in Deutschland bitter kalt und am nächsten morgen erreichten mich wunderschöne Eisfotos von einer Freundin, die diese Bilder bei einem Spaziergang am Heilgabend auf der Schwäbischen Alb aufgenommen hatte. Hier mal als Kontrast zu meinen Bildern. Schon seltsam, da sie in der gleichen Situation und nur 10 Stunden später auf der anderen Seite der Erdkugel entstanden sind (danke, Eva!).








Von unserem Walk mussten wir rechtzeitig zurück sein, da wir bei Christian zum BBQ eingeladen waren. Also sind wir schnell heim, haben noch die restlichen Zutaten dafür gekauft, haben uns fertig gemacht und sind dann auch schon wieder los nach St. Leonards, was sich auf der Nordseite des Hafens befindet. Bei Christian angekommen hat uns ein tolles Appartment erwarten mit einem riesen Balkon mit einer herrlichen Aussicht. Jeder hatte etwas zum Essen mitgebracht und wir waren am Schluss so vollgefressen, dass es sogar schwierig war das Eis noch runter zu bekommen. Aber es war ein wirklich schöner Heiligaend. Das Wetter, die Leute und das Essen hat gestimmt und so soll es ja auch sein.







Am nächsten Tag sollte das Wetter nicht so toll sein, aber das war mir grad recht, da ich (und Nozomi1 auch) nachmittags von Elisa zu ihrer "Weihnachtsparty" in ihrer WG eingeladen war.
Es war ein ruhiger Nachmittag, es gab leckeres Essen, das meiste war asiatisch bzw. thailandisch, was natürlich zur herkömmlichen Weihnachtsgans ein großer Konrast war. Aber das beste an dem Nachmittag war, dass die WG-Mitbewohner sowas ähnliches gemacht haben wie Wichteln. Einige Wochen vorher musste jeder einen Namen ziehen und sich dann die Wochen bis Weihnachten heimlich um seinen "Buddy" kümmern oder ihm Gutes tun, wie beispielsweise nette Nachrichten schreiben, Süßigkeiten ins Kühlschrankfach legen, die Wäsche der Person zusammen legen etc. Aber man sollte so vorsichtig sein, dass der andere nicht rausbekommen sollte, wer es ist. Zu Weihnachten sollte dann der, der die Aufmerksamkeiten erhalten hatte, ein Geschenk für seinen Buddy besorgen und da ist es aber natürlich von Vorteil wenn man eine Ahnung hatte, wer es sein könnte. Ich glaube schlussendlich hatte keiner den richtigen WG-Mitbewohner im Verdacht und so war es natürlich sehr witzig, als rauskam, wer wen als Buddy hatte. Zusätzlich hatte die "Hausmama" versucht Verwirrung zu stiften in dem sie allen Nachrichten geschrieben hatte und irgndwie für jeden den Buddy gespielt hatte. Eine sehr schöne Idee!!!!



Abends waren wir (Elisa, Nozomi1 und ich) dann bei Antje in Glebe zum Grillen eingeladen. Das war auch wirklich sehr schön gewesen, wir waren eine relativ große Gruppe und hatten wieder mehr als genug zu Essen.






Am nächsten Tag stand das Sydney to Hobart Yacht Race statt. Dies findet immer am Boxing Day (so nennen die Australier den zweiten Weihnachtsfeiertag, hier sind alle Geschäfte geöffnet und ziehen die Kundschaft mit extremen Preisreduzierungen in die Läden) und Yachten aller Art liefern sich ein Wettrennen vom Hafen von Sydney bis nach Hobart in Tasmanien.
Leider war es wieder ein wenig schwierig die ganzen Leute zusammen zu bekommen und wir hatten leider auch nicht das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Stadt aufgrund des Boxing Days eingeplant und haben leider den Start verpasst. Dafür war die Entscheidung nach Watsons Bay dafür zu gehen genau richtig und wir hatten eine sagenhaften Blick auf die Yachten, die aus dem Hafen aufs offene Meer fuhren, sehr eindrucksvoll. (In Watsons Bay war ich schon mal mit meiner Schule, als das Wetter überhaupt nicht gut war und auch die Lehre überhaupt keine Ahnung hatten, darüber was man dort machen konnte. Aber diesmal war ich sehr positiv überrascht von diesem Landzipfel, der sich genau gegenüber von Manly befindet und wo der Haven ins offene Meer mündet. Zusätzlich haben wir einen wirklich schönen Walkway entdeckt, den ich auf jeden Fall nochmal machen wollte.) Danach wollten wir alle an den Strand und da es bei Watsons Bay eher Steilküste als eine große Auswahl an Stränden gab, sind wir dann ein einen kleinen wirklich süßen Strand, der alledrings ein Nacktbadestrand ist (Lady Bay). Von dort aus hat man eine wirklich schöne Aussicht auf Skyline von Syndey und die Brandung war im Gegensatz zu allen anderen Stränden die ich bisher kannte sehr sanft. Die Männer dort waren allerdings schon ziemlich extrovertiert veranlagt und haben sich gern zur Schau gestellt. Zum Glück waren wir eine größere gemischte Gruppe (wir hatten uns natürlich nicht ausgezogen) und da ging das. Aber eine Frau musste einen Mann sogar lauthals darauf aufmerksam machen, dass er es doch bitte unterlassen soll, sich hier am Strand öffentlich zu mastubieren. Wir hatten das gar nicht bemerkt, weil der Typ hinter uns lag, aber das Verhalten der Männer dort im allgemeinen war schon ziemlich heftig und teilweise unangebracht. Nach und nach hat sich unsere Gruppe wieder augelöst und am Schluss waren nur noch Kerstin und ich übrig und haben dann noch die Ruhe an diesem Strand genossen, bevor wir zurück in die Stadt und direkt von dort aus mit ihrer Mitbewohnerin und ihrer Mutter noch ins Kino sind. Es lief der Film "PS: I love you" und da ich das Buch bereits schon in Deutschland gelesen hatte, war das ein schöner Ausklang dieses Tages. Der Film war wirklich schön und wie auch schon beim Buch, sind mir doch ab und zu die Tränen gekommen, da die Geschichte schon ziemlich traurig aber trotzdem sehr schön ist. (Gestern hat sich übrigens rausgestellt, dass meine neue irische Mitbewohnerin die Schriftstellerin kennt... witzig!)











Wie bereits erwähnt, war das wirklich ein sehr schönes, aktives und warmes Weihnachten, was mir wirklich sehr gefallen hat und ich jederzeit wieder so verbringen könnte.

Keine Kommentare: